Freitag, 5. Mai 2017

Sizilienfazit

Unsere Inselumrundung ist nun nahezu beendet und nun haben wir nicht mehr genügend Zeit, um in unserer neu gewonnenen Langsamkeit auf dem italienischen Stiefel langsam wieder nach Norden Richtung Heimat zu fahren. Deshalb haben wir für kommenden Di., also dem 09.05.2017, eine Fähre von Palermo nach Genua gebucht. Wir fahren danach von Genua aus noch eine Woche nach Levanto um danach am 17.05.2017 pünktlich in Bad Wörishofen zur großen Familienfeier bei Gabi und Gerhard zu sein.

Nun noch ein paar Worte zu Sizilien:
Wir haben hier viele nette Menschen getroffen und kennengelernt, auch solche, die wie wir mit dem Womo die Insel umrunden. Für alle die, die so etwas auch einmal vorhaben der Tipp, dass die Fährverbindungen um diese Jahreszeit noch so günstig sind, dass es sich nicht lohnt selbst auf die Insel zu fahren. Wir sparen jetzt für Hin- und Rückfahrt immerhin 2.800km und zahlen ca. 560€ für die Fähren.
Was für uns noch festgestellt haben ist, dass der Süden wärmer als der Norden war. An der Südküste findet man überwiegend Sandstrände und es geht auch eher flach ins Meer.

Eine Sache liegt uns auch noch am Herzen, die wir unbedingt loswerden möchten. Wir können es leider nicht verstehen, dass nahezu die gesamte Insel ein so riesengroßes Müllproblem hat. Uns ist natürlich bewusst, dass Sizilien eher zu den ärmeren Regionen Europas zählt, aber es ist wohl auch die Mentalität der Sizilianer, denn wir konnten häufiger beobachten, dass es daran mangelt seinen eigenen Müll vernünftig zu entsorgen und nicht einfach das Papier, die Tüte, ... wegzuschmeißen.

Der schönste Campingplatz ist nach unserer Meinung:
Camping Scarabeo in der Nähe von Marina di Ragusa.

Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?
Einen Monat später fahren, denn dann ist das Wetter stabiler und das Meerwasser schon zum Baden geeignet.
man gönnt sich ja sonst nichts
Unser Souvenier für unsere Terrasse:

San Vito lo Capo

Seit vergangem Montag, dem 01. Mai 2017, stehen wir auf dem **** Campingplatz EL Bahira nahe San Vito lo Capo und haben damit unsere Sizilien-Umrundung nahezu abgeschlossen. Der Campingplatz liegt in einem Naturschutzgebiet, welches an eine traumhafte Bucht im Norwesten Siziliens grenzt.
Bucht von San Vito lo Capo
 Uns wundert ganz besonders, dass wir auch hier für 17€ pro Tag stehen können und dabei alle Annehmlichkeiten eines 4-Sterne-Platzes wie Pool, ... nutzen dürfen.
Als sehr angenehm zeigt sich auch, dass es in dieser Bucht kein Müllproblem gibt, was sonst auf Sizilien eher anders war. Die Bucht ist picobello sauber.
Hinter unserem Campingplatz steigt eine ca. 50m hohe und recht steile Felswand auf. Und wie kann es anders sein, jede Menge Kletterer, die allabendlich in der sonnenbeschienenen Steilwand herumhängen.
Kletterer hinter dem Campingplatz El Bahira
Wir lassen hier einfach noch etwas die Seele baumeln, denn die recht anstrengende Sizilienumrundung 😂😂😂 soll ja schließlich ohne Stress zu Ende gehen.

Gestern morgen, an einem Donnerstag, musste ich z.B. an meine armen Kolleginnen und Kollegen denken, die den noch ärmeren Referendarinnen und Referendaren, wie an jedem Donnerstag morgen erklären müssen wie denn Lernen funktioniert. Und das Schlimmste ist dann, dass ich sie dabei nicht unterstützen kann. Das verursacht dann bei mir einen ungeheuren Stress 😂😂😂, den ich mit einer Runde Schwimmen im Meerwasserpool bei strahlendem Sonnenschein abbauen muss.

Dienstag, 2. Mai 2017

Erice, das Vogelnest 750m oberhalb von Trapani

Alle sagen, Erice muss man einfach gesehen haben, und das ist tatsächlich so. Erice liegt oben auf einem Felsen, zwischen Trapani und unserem Standort Lido Valderice. Erice ist ein kleiner Ort, gerade so groß wie die Kuppe des Felsens auf dem es thront.

Erice, hoch auf dem Berg
Als Womofahrer schaut man dann natürlich vorher wie man da hochkommt und wo man oben dann auch parken kann. Unser Womo-Führer  half uns dabei weiter. Von Trapani aus geht eine Seilbahn hoch nach Erice und vor der Seilbahn ist auch ein guter Parkplatz für unser Womo.
Gegen 10:30Uhr wollten wir gerade ein Parkplatzticket ziehen, als ein Italiener aufgeregt zu uns kam. Wir sollten ihm das Ticket und 5€ geben, er würde sich dann um alles kümmern. Die Sache kam uns komisch vor und wir gingen nicht darauf ein. Wir zogen unser Ticket und fuhren ganz normal auf den Parkplatz. Der Italiener ließ sich aber nicht so schnell von seiner Sache abbringen und war jetzt schon bei 2€. Wir sollten ihm einfach unser Ticket geben und er kümmere sich schon darum. Er wäre nachher in der Bar gegenüber. Aber wir gingen nicht auf ihn ein.
Wir lösten die Seilbahntickets (9€ pro Nase für hin und zurück) und fuhren nach oben.
Trapani, links im Hintergrund die Salinen
Oben angekommen, standen da schon mehrere Busse und viele PKW auf dem Parkplatz vor dem Eingangstor vor Erice.
Der Ort selber machte einen sehr herausgeputzten, aber auch teilweise verschlafenen Eindruck.

Eine halbe Stunde benötigten wir, um Erice einmal zu durchqueren. Der Blick von der Stadtmauer aus nach unten war grandios.
von der Stadtmauer aus in Richtung Valderice

eine kleiner Hinterhof in Erice
Einmal nach Norden in Richtung Valderice und auf die umliegenden Berge und auf der anderen Seite nach Trapani mit seinen im Süden liegenden Salinen zur Salzgewinnung und den vorgelagerten Inseln. Wir gingen dann entlang der Stadtmauer von Nord nach Süd und dann noch einmal durch die kleiner Gässchen im Inneren von Erice.
Mittlerweile war es 12:30Uhr, was man auch an den dichten Touriströmen feststellen konnte. Außerdem, und das erkannten wir erst jetzt, war ja Feiertag, denn der 1. Mai ist in Italien, so wie bei uns, ein Feiertag.
Also schnell wieder zur Gondel zurück und flüchten. Unsere Tagestour war ja schließlich noch nicht zu Ende.
In der Gondel überkam es Rita, die riesigen Salinen von oben aus im Blick, dass Sie kein Salz mehr habe. Da die Salinen in greifbarer Nähe waren, beschlossen wir natürlich frisches Meersalz zu kaufen.
Unten, wieder auf dem Parkplatz mussten wir zuerst unser Parkplatzticket bezahlen und siehe da, es kostete 1,50€.
Nun ging es mit dem Womo zu den Salinen. Dort angekommen, wurde wir herb enttäuscht. Wir waren zwar mitten in den Salinen, es gab auch einen zentralen Infopunkt, aber keine Möglichkeit grobes Meersalz zu kaufen. Im nächsten Supermarkt war zwar Meersalz aus Trapani zu bekommen, allerdings fein gemahlen. Da haben wir gedacht, dass die Franzozen in diesem Punkt cleverer sind.
Nun gut, so sind wir halt ohne grobes Meersalz nach San Vito lo Capo, unserem nächsten Haltepunkt, gefahren.
Davon morgen mehr ...